Wissensorganisation,
Kooperation und Soziale Netzwerke in österreichischen Redaktionen.
Eine Explorationsstudie
Gerit Götzenbrucker (Wien)
Zusammenfassung
Die
vorliegende Explorationsstudie beschäftigt sich mit der Ressource
„Wissen“ im
journalistischen Arbeitsalltag. Nach einer allgemeinen Klärung des
Begriffes
Wissen und der Darlegung der Notwendigkeit dessen Einbindung in soziale
Strukturen resp. Netzwerke, werden Ergebnisse einer Befragung von 39
Journalisten und Verantwortlichen des Wissensmanagements der jeweiligen
Medienorganisation präsentiert, die vor allem auf die Bedeutung
sozialer
Kontakte im Hinblick auf gelungenen Wissensaustausch verweisen.
Demgegenüber
stehen häufig weniger erfolgreiche, „technizistische“ Konzepte der
zentralen
elektronischen Informationsspeicherung, die dem journalistischen
Arbeitsverständnis teilweise zuwiderlaufen und zudem eher
reduktionistischen
Wissenskonzepten folgen.