Stefan Iske / Alexandra Klein / Nadia Kutscher (Bielefeld)
Nutzungsdifferenzen als Indikator
für soziale Ungleichheit im Internet
Abstract
In Abgrenzung zum Phänomen der
Digitalen Spaltung (Digital Divide) werden in diesem Artikel
Nutzungsdifferenzen unter der Perspektive der Digitalen Ungleichheit
(Digital Inequality) diskutiert. Auf Grundlage einer empirischen
Untersuchung mit Jugendlichen zu ihren Internet-Nutzungspraxen wird die
zentrale Bedeutung des formalen Bildungshintergrundes für die
Analyse und Erklärung von Unterschieden in den Nutzungsweisen im
Kontext des Internet belegt. Die Bedeutung des Bildungshintergrundes
ist in den Nutzungsdimensionen Information und Kommunikation auf der
Basis unterschiedlicher Interessen und Fähigkeiten sowie allgemein
sozial unterschiedlicher Voraussetzungen der jeweiligen NutzerInnen zu
erklären und stellt weiterführende Fragen und
Herausforderungen.
Unter der Perspektive der Digitalen Ungleichheit gilt es, durch die
strukturelle Berücksichtigung von Differenz Angebote zu schaffen
und weiterzuentwickeln, die Ungleichheiten der NutzerInnen im Kontext
von Zugang und Nutzung reflektieren und sowohl ungleichheitssensibel
als auch ungleichheitsüberwindend einen Möglichkeitsraum
für Aneignung und Bildung zur Verfügung stellen und sichern.
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