Computer Power to the People! Die
Versprechungen der Computer-Revolution, 1968–1973
In den letzten Jahren haben Wissenschaftler,
Politiker und
Manager vorhergesagt, dass der breite Einsatz von Informations- und
Kommunikationstechnik zu radikalen gesellschaftlichen
Veränderungen und zur
Herausbildung der „Informationsgesellschaft“ führen würde.
Die teilweise
utopisch anmutenden Versprechungen basieren auf einer Reihe von
Annahmen, die
bereits von den Pionieren des modernen Paradigmas der Computernutzung
in den
späten 1960er und frühen 1970er Jahren formuliert worden
waren. Um den
Zusammenhang zwischen dieser Rhetorik und der Realität bewerten zu
können,
begibt sich dieser Beitrag auf die Suche nach den Wurzeln des Konzepts
der
„Informationsgesellschaft“. Dazu werden die Konzepte der (a)
Benutzerfreundlichkeit, (b) des universellen Zugangs und (c) der
Interaktivität
als Abwandlungen der klassischen revolutionären Ideale (Freiheit,
Gleichheit
und Brüderlichkeit) untersucht. Dabei erweist sich die Idee der
Informationsgesellschaft als eine Fortschreibung des
Fortschrittsglaubens der
Moderne.