Selbstverständnis
von kommunikation@gesellschaft
k@g
ist ein Online-Journal, das der Untersuchung von Informations- und
Kommunikationstechnologien gewidmet ist. Im Mittelpunkt der
Aufmerksamkeit steht die Nutzung medienkultureller Artefakte durch das
Subjekt, wobei gleichermaßen technische Aspekte und Funktionen
von Geräten, Umgang und soziale Praxis, sowie die Inhalte der
Nutzungen und Dienste „alter“ wie „neuer“
Medien interessieren.
In k@g wird die Strukturierung und Strukturiertheit des Sozialen
(ausgedrückt zum Beispiel in Kategorien wie Klasse, Schicht,
Geschlecht, Ethnizität, oder Netzwerk) beispielhaft an medialer
Kommunikation thematisiert. Hierbei sollen Grenzüberschreitung und
Grenzproduktion gleichermaßen untersucht teswerden, ebenso wie
Aspekte des gesellschaftlichen Wandels in Bezug auf Aneignung bzw.
Nutzung medienkultureller Artefakte in Arbeit und Freizeit. Zur
Erforschung von Merkmalen und Konsequenzen technisch vermittelter
Kommunikation ist Empirie und Theorie zu verschränken.
k@g möchte einen Austausch begründen, der sich nicht zwischen
kulturpessimistischen Ressentiments und technikeuphorischen
Beschwörungen erschöpft. Dabei bewahrt eine historisierende
Perspektive vor blinden Flecken, die Technikgläubigkeit und
Kulturpessimismus begünstigen. Die symbolische Repräsentation
von Techniknutzung und Mediengebrauch in individuellen und kollektiven
Diskursen kann aber selbst wieder zum Thema für k@g werden.
k@g versteht sich als interdisziplinäres, wenngleich im Kern
sozialwissenschaftlich ausgerichtetes Journal, das Grundlagenforschung
jenseits "anwendungsorientierter" und warenförmiger Zurichtung von
Wissenschaft Platz bieten möchte. Dabei sind unterschiedliche
Publikationsformate denkbar: Aufsätze stehen im Mittelpunkt, doch
erwünscht sind auch die ansonsten oft vernachlässigten
Forschungsnotizen, Essays oder Literaturbesprechungen.
k@g ist dem Gedanken des Open Access verpflichtet, nach dem
wissenschaftliche Erkenntnisse der Gesellschaft frei zur Verfügung
stehen sollen. Das Internet erlaubt eine schnelle und kontinuierliche
Publikation von Texten, während das peer-reviewing die
Qualität gewährleistet. Obgleich ein Online-Journal nicht den
Restriktionen einer Print-Zeitschrift unterliegt, sind kurze
Beiträge im Interesse der Leser erwünscht.
Klaus Schönberger/Christian Stegbauer/Jan-Hinrik Schmidt/Nils Zurawski