Ungleichheit aus
kommunikations- und
mediensoziologischer Perspektive
Der Zugang zu Informationen aus Medien und
ihre
Nutzung ist konstitutiv für die Verteilung von Chancen in der
Gesellschaft. Es
ist bekannt, dass die Art und Weise, wie die Menschen die Medien
nutzen, von
verschiedenen Merkmalen abhängt. In der Sozialstrukturanalyse
werden
Ungleichheiten mit Attributen wie Bildung, Einkommen, Schichtung,
Geschlecht
oder – seltener - Generation beschrieben. Man könnte hier noch
horizontale
Faktoren wie Zugehörigkeit zu einem Milieu, Lebensstil oder
soziale Lage
hinzufügen.
Ungleichheitsdimensionen
finden sich auf jeder Ebene des Umgangs mit Medien, so bei der
Rezeption und
Aneignung der Massenmedien, die sich über die verschiedenen
Merkmale
unterscheiden (z.B. klassenspezifische Medienpräferenzen im Sinne
eines
Habitus). Daneben bilden sich Ungleichheiten auch beim Grad der aktiven
Teilnahme in „social media“ aus. Dabei erscheint die
Zugänglichkeit und die
Nutzung des Internet heute fast relevanter als die Rezeption von
traditionellen
Massenmedien. Viele Informationen sind außerhalb des Internet nur
sehr schwer
zugänglich und von Kunden wird in immer mehr Bereichen eine
Mitarbeit verlangt,
um überhaupt an bestimmte Dienstleistungen zu kommen. Hierzu ist
aber nicht nur
der Internetzugang notwendig, sondern auch die Fertigkeiten damit
umzugehen. Je
mehr sich solcherlei „Mitarbeit“ ins Internet verlagert, um so weniger
wird es
möglich sein, ohne dieses Medium auszukommen.
Grundsätzlicher sollte in diesem
Zusammenhang auch
verstärkt die Frage fokussiert werden, inwieweit Medien heute
nicht nur die
Wahrnehmung von Ungleichheit beeinflussen sondern auch die Vorstellung
davon,
was als Ungleichheit anzusehen ist, formen. Welche Logiken und
Mechanismen der
medialen Konstruktion von Ungleichheit sind aktuell feststellbar?
PD Dr. Christian
Stegbauer
Johann Wolfgang
Goethe-Universität
Fachbereich
Gesellschaftswissenschaften
Institut für Gesellschafts-
und Politikanalyse
60054 Frankfurt
E-mail:
stegbauer@soz.uni-frankfurt.de
Tel. 069 – 798 23543
Anmeldung bitte per E-Mail an:
stegbauer@soz.uni-frankfurt.de
bitte
teilen Sie bei der Anmeldung auch mit, ob Sie am
Vorabendtreffen am 17.03.2010 ab 19.30 Uhr (Cafe
* Bar * Restaurant Lilium)
und/oder
am Tagungsabend am 18.03.2010 ab 19.30 Uhr (Apfelwein Klaus)
teilnehmen möchten.
In
dem Gebäude der Tagung ist auch eine Mensa untergebracht. Dort
können die Mittagsmahlzeiten gegen individuelle
Bezahlung eingenommen werden.
Es
wird kein Tagungsbeitrag erhoben.
Für
Referentinnen und Referenten:
Bei Problemen können Sie am 18.03. vormittags
sich an Frau Bolz wenden. Tel:
(069) 798 - 28230
Dies wird
ermöglicht durch die Unterstützung von:




